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1. Wortbildung in der deutschen Sprache: Ihre stilistische Funktionen

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1.

Wortbildung in der deutschen Sprache: Ihre stilistische Funktionen.

Die Wortbildung untersucht und beschreibt Verfahren und Gesetzmäßigkeiten (законом-ть) bei der Bildung neuer komplexer Wörter (Lexeme) auf der Basis schon vorhandener sprachlicher Mittel. Hierfür werden sprachliche Elemente wie einfache und komplexe Wörter, Morpheme, Affixe und Fugenelemente eingesetzt. Sie ist also eine Möglichkeit der Wortschatzerweiterung. Hauptverfahren (способы) im Deutschen zur Bildung neuer Wörter ist die Neukombination vorhandener (имеющийся) Wörter oder besonderer Wortbildungselemente.

Verfahren der Wortbildung.

Häufige Verfahren:

Derivation (Ableitung) (z. B. täglich)

Komposition (Zusammensetzung) (z. B. Haustür)

Konversion (Wortart ändert sich (Wortart oder auch flektiertes Wort ohne Veränderung der Form)) (z. B. rennen und Rennen)

^ Seltenere Verfahren:

Kurzwortbildung, Kürzung (Akronyme + Clipping + Ellipse (Sprache))

Sigle (Abkürzung auf Anfangsbuchstaben) (z. B. EU - Europäische Union)

Amalgamierung (Kontamination, Wortkreuzung, Wortmischung, Wortverschmelzung)

Kontraktion (Zusammenziehung)

Rückbildung

Redublikation, Triplikation,

Neuschöpfung (Wortschöpfung, Urschöpfung) (произв-во нов. слов)


^ 3.

Entlehnungen in der modernen deutschen Sprache und in der Geschichte.

Unter dem Terminus Entlehnung versteht man sowohl die Übernahme fremde Sprachgutes, als auch das Resultat dieses Prozesses – das entlehnte Lexeme und feste Wortkomplexe

Nach der Art der Entlehnung sind zu unterscheiden:

1. Sach- und Wortentlehnung; 2 Wortentlehnung.

1. Im ersten Fall werden fremde Formative übernommen, deren Sachverhalte in der betreffenden Sprache neue oder unbekannt sind. Das Ergebnis (результат) einer solchen Entlehnung sind zum Beispiel: im Deutschen genetisch lateinische Wörter (Fenster(fenestra), Keller (cellarium).

2. Bei Wortentlehnungen werden fremde Formative übernommen, deren Sachverhalte in der entlehnenden Sprache bereits (уже) durch eigene Wörter ausgedrückt sind. Es handelt sich hier also primär um die Übernahme von Dubletten: Pläsier(aus dem Franz) für «Vergnügen, Spaß»; Apartment(aus dem Engl. und Amerik. nach 1945) für «Kleinwohnung».

Nach der Entlehnungsform sind zu unterscheiden:

1. Fremdwortübernahme. Bei dieser Entlehnung werden fremde formative in die entlehnende Sprache übernommen. Das Ergebnis sind Fremdwörter von Typ: Datsche – Landhaus, Designer – Formgestalter für Gebrauchsgüter. Der parallele Terminus dafür ist formale Entlehnung.

2. Lehnprägung. Dieser Entlehnungsvorgang besteht in der Nachbildung des fremden Inhalts mit Mitteln der einigen Sprache. Bei genauer Analyse kann man hier einige Unterarten unterscheiden: Lehnübersetzung, Lehnübertragung, Teilentlehnung. Als Lehnübersetzung bezeichnet man die Glied-für-Glied-Übersetzung.

Lehnübertragung ist eine freiere Wiedergabe der Morphemstruktur der Entlehnten Wörter: Patria-Vaterland.

Teilentlehnung ist die Zuordnung einer fremden Bedeutung zu einem deutschen Formativ: Brigade, Pionier.



^ 4.

Phraseologie der deutschen Gegenwartssprache: Ihre stilistische Funktionen.

Vom stilistischen Standpunkt aus unterscheidet man zwei große Gruppen phraseologischer Fügungen:

1. Phraseologische Fügungen, die funktional differenziert sein können, aber keine semantisch-expressive Stilfärbung besitzen (sog. lixische Einheiten).

2. Phraseologische Fügungen verschiedenster semantisch-expressiver Stilfärbung, d.h. stehende Wortverbindungen, bei denen sich die Verkehrsfunktion mit der Ausdrucksfunktion verbindet und diese sogar in den Vordergrund rückt (sog. expressive Phraseologie; Phraseologie im eigentlichen Sinn des Wortes).

Zur expressiven Phraseologie gehören stehende Verbindungen, die einen Einzelbegriff ausdrücken (Idiome, Zwillingsformeln); einen abgeschlossenen Gedanken in Satzform mitteilen (Sprichwörter, Aphorismen, Sentenzen, Losungen); eine Mittelstellung zwischen den beiden Typen einnehmen (stehende Vergleiche).

Der wichtigste Ausdruckswert der expressiven phraseologischen Fügungen in den expressiven phraseologischen Fügungen in der geschlossenen Rede besteht darin, das Gesagte anschaulich, lebendig und emotional zu machen, ihm Nachdruck und Überzeugungskraft zu verleihen. Sie verrät die persönliche Einstellung des Sprechenden zum Gegenstand seiner Rede, zeigt seine Bewertung der betreffenden Ereignisse(события).


^ 6.

Polysemie und Homonymie in der Lexikologie und Grammatik.

Die semantische Ableitbarkeit(отклонение) der beschriebenen Art(direkte und übertragene Bedeutung) bildet die wichtigste Quelle der Mehrdeutigkeit oder Polysemie.

Mehrdeutigkeit (Polysemie)

Unter Mehrdeutigkeit oder Polysemie versteht man die Fähigkeit(способность) eines Wortes, mehrere miteinander verbundene Bedeutungen zu haben. Der Kern eines polysemen Wortes bildet die direkte Bedeutung. Sie wird als Hauptbedeutung bezeichnet. Die abgeleiteten Bedeutungen(отклонивш), das sind Nominativ abgeleitete und übertragene, heißen Nebenbedeutungen.

Die Hauptbedeutung ist die Bedeutung, die zu einem bestimmten Zeitpunkt als gesellschaftlich wichtigste Bedeutung der Sprachgemeinschaft zuerst realisiert wird.

Die Polysemie gilt allgemein als semantische Universalie, als zentrale Eigenschaft lexikalischer Spracheinheiten und als struktureller Grundzug der Sprache als System.

Homonyme sind Wörter mit gleichem Formativ und völlig unterschiedlicher Bedeutung. Sie entstehen im Deutschen grundsätzlich durch

1) den Zerfall der Polysemie und

2) durch eine zum gleichen Ergebnis führende lautliche Entwicklung(одинаков.результат звуков.разв-я).

So entwickelten sich ZB die Homonyme der Bauer („Landmann“) und das(der) Bauer („Vogelkäfig“) aus einem Etymon: ahd. „wohnen, bewohnen, Landwirtschaft betreiben“; die etymologische Zusammengehörigkeit ist im Neuhochdeutschen nicht erhalten.


^ 9.

Die Wortstellung als stilistisches Mittel.

In einem normalen Aussagesatz haben wir mit folgender Wortstellung zu tun: an erster Stelle steht überwiegend das Subjekt, obligatorisch ist das finite Verb an der zweiten Stelle, das Dativ- steht gewöhnlich vor dem Akkusativobjekt, beide am Satzende; Adverbialbestimmungen haben ihren Platz überwiegend nach dem Verb. Kommunikativ betrachtet folgt das Rhema (das Neue; die neue Information) dem Thema (das Bekannte; die bereits erwähnte Information). Anders ist es jedoch, wenn die Rede spontan -aufgeregt ist. Dann hat man es oft mit einer stilistisch motivierten Abweichung(отклонения) von der Norm zu tun.

Stilistisch markiert ist die Wortstellung, die der Hervorhebung(подчеркивание) eines bestimmten Satzgliedes dient. Wenn man z.B. das Subjekt betonen will, wird das auf zweifache

Weise erreicht:

1. durch Änderung der Intonation (nur im mündlichen Satz möglich)

2. durch Endstellung des Subjektes im Satz

-Und daß Sie mich besiegt haben. Aber das sage nur ich.

Das Subjekt (ich) wird in diesem Falle semantisch-expressiv betont und hat einen

klar ausgeprägten rheumatischen Wert.

Stilistisch markiert – also expressiv – könnte die Anfangsstellung auch in Verbindung mit

einem Prädikativsatz sein wie in folgendem Beispiel:

^ Franz also war es, der schon frühzeitig warnte.

Stilistisch markant ist ebenso die Anfangsstellung des verbalen Teils des Prädikats, allerdings ist eine solche Stellung im Deutschen recht selten und man findet sie meist nur in der Alltagssprache.  Hab verstanden.

Solch eine relativ unübliche Stellung des Prädikats – insbesondere seines zweiten Teils – ist meist sehr expressiv und emphatisch und findet sich deshalb auch nicht selten in der Literatur:  Fortgehen will ich!  Sterben und verderben kann man.

Die stilistische Motivation zulässt eine große Freiheit in der Wortstellung aber die Abweichung von Der Norm ist nicht willkürlich und die Grenzen des Erlaubten nicht überzuschriten.

^ 10.

Die direkte und indirekte Rede als Mittel zur Schaffung des Sprachportrats.

Es gibt 2 Arten der Rededarstellung: direkte und indirekte Rede. Die Verwendung der direkten Rede verleiht dem Gesamtkontext den Ausdruckswert des Unmittelbaren, Lebendigen, Suggestiven, zum Unterschied von der indirekten Rede mit ihrer kalten Förmlichkeit und Intonationsarmut. Die Wahl der Rededarstellung hangt von der Stilart ab, von Zweck und Inhalt der Mitteilung und anderen Faktoren.

Die direkte Rede, wird vom Stilforscher als Figurensprache bezeichnet, bringt die Rede oder die Gedanken eines Menschen wörtlich genau, wie er sie selbst spricht oder denkt.

Eine wichtige Rolle bei der Verwendung der direkten Rede spielt die Redeeinkleidung (die Worte, mit denen die fremde Aussage eingeleitet, abgeschlossen oder unterbrochen wird).

Wenn die direkte Rede lang ist, beiträgt die Redeeinkleid zur Klarheit des Sachverhalts.

In der neueren deutschen Sprache entstehen immer mehr Variationsmöglichkeiten der Redeeinkleidung. Neben den Verben des Sagens, die ganz allgemeine Bedeutung haben, gebraucht man Verben verwandter thematischer Reihen: Verben des Antwortens und Fragens, Verbens, die den Beginn oder das Ende der Rede anzeigen, Verben, die die Art des Sprechens charakterisieren.

Zur Dramatisierung der direkten Rede dient ferner eine Erscheinung: das Auslassen der Einkleidung, die sog. uneingekleidete Dialogform.

Die indirekte Rede wird im Alltagsdialog selten gebraucht, etwas häufiger allerdings in der monologischen Alltagsrede, in Berichten. Ihr eigentliches Wirkungsgebiet sind die nüchtern-sachlichen Stile der Nationalsprache.

Der Stil der schonen Literatur zieht die indirekte Rede parallel zur direkten Rede heran - meistens dort, wo nicht die sprachliche Form der fremden Rede betont werden soll, sondern ihr Inhalt.

Viele emotionale Effekte werden in der indirekten Rede gestrichen(исключ-я). Durch den Mund des Autors wird eine gewisse Zensur geübt: manches aus der fremden Rede wird ausgelassen, manches hingegen hinzugefugt. Die nachlassigkeiten der direkten Rede werden korrigiert.

Die indirekte Rede enthalt in der Regel keinerlei Lexik aus territorialen Dialekten, Argot und Jargons, sie lässt auch keinerlei grammatische Nachlässigkeit (небрежность)zu.

Die indirekte Rede ist, im Vergleich zur direkten, bedeutend weniger emotional. Falls sie überhaupt expressive lexisch - phraseologische, grammatische und phonetische Kennzeichen besitzt, so werden dieser Splitter der Figurensprache meist unmissverständlich angezeigt.



^ 11.

Mittel zum Ausdruck von Humor und Satire.

Fast alle sprachliche Mittel können im Dienste der Satire und des Humors stehen. Aber das ist nicht ihr einiger und spezifischer Gebrauch. Es gibt eine Reihe stilistischer Mittel, die vorwiegend (преимущ) als Mittel der Satire und des Humors auftreten. Das sind der Doppelsinn, das Wortspiel.

Als unlogische Verbindungen kann auch der so genannte Schlagsatz gelten (действовать). Es handelt sich wieder um eine scheinbar widersinnige Aussage – eine Satzgruppe oder einen ganzen Satz, die durch ihren Inhalt dem vorangehenden Widersprechen. Die Stadt selbst ist schön und gefällt einem am besten, wenn man sie mit dem Rücken ansieht.

Der Doppelsinn verdankt seinen Ursprung der Mehrdeutigkeit und Homonymie. Er treibt als Stillmittel, wenn es ein Spiel mit der Möglichkeit falscher Ausnutzung gibt. Er entsteht durch der Ausnutzung der wörtlichen und übertragenen Bedeutung.

^ Das Wortspiel hängt mehr von Lautahnlichkeit der Wörter ab: durch Änderung in der Wortbildung, durch phonetische Änderung, durch das Spiel mit den lexischen Elementen einer Phraseologischen Fugung.


12.

Mittel des bildlichen Ausdrucks: Epitheta und Vergleiche.

Der Vergleich verbindet zwei Wörter aus verschiedenen Begriffsbezirken und ruft durch die bloße Nebeneinander Stellung sprachökonomisch eine Fülle von bildhaften Assoziationen hervor. Wird z. B. Von einem Menschen gesagt, dass er wie ein Löwe (beide in ihrer Grundbedeutung) zueinander in Beziehung gebracht, läst das eine Reihe von Assoziationen, Einzelbilder hervor und erweckt eine neue Vorstellung. Vergleiche benutzen als Vergleichpartikel die Wörter wie, als, als wie, als ob, gleichsam. Jeder Vergleich besitzt eine Vergleichbasis, d.h. die gemeinsame zw den Komponenten des Vergleichs.

Genau betrachtet, sind die meisten Vergleiche mehr oder weniger hyperbolisch. Trotz Hyperbolik ist die Vergleichbasis der gemeinsprachlichen Vergleiche in der Regel klar verständlich.

^ Der Struktur nach unterscheidet man einfache und erweiterte Vergleiche. Die einfachen Vergleiche bestehen aus einer Wortgruppe; die erweiterten umfassen einen ganzen Satz oder eine Reihe von Sätzen.

Stilistische Leistung nach können Sie poetischen oder satirischen Charakter haben, sie können aber auch bloß der sachlichen Veranschaulichung (наглядность) dienen.

Die Epitheta gehören zu den Mitteln der Bildhaftigkeit, die die Vorstellung von auffallenden Eigenschaften und Merkmolen zum Ausdruck bringen. Es ist jede Merkmalsbestimmung eines Substantivs, durch die der betreffende Begriff logisch-sachlich konkretisiert oder emotional eingeschätzt wird. Es erstreckt sich über alle Stile und grammatisch wird durch Adjektivisches oder Partizipiales Attribut ausgedruckt.



^ 13.

Mittel des bildlichen Ausdrucks: Metapher und Metonymie.

Die Tropen sind Mittel des bildlichen Ausdrucks auf Grund übertragener Wortbedeutung. Unter Tropus (griech.: „ Wendung, Vertauschung des Ausdrucks“) versteht man:

Metapher (aus griech. meta – „ueber“, phero – „trage“) bedeutet eigentlich Übertragung.

Es gibt zwei Arten der Metapher: die stilistische und die lexikalische. Die stilistische Metapher ist viel ausdrucksvoller, bildhafter als die lexikalische, aber schafft keine neuen Bedeutungen der Wörter. Sie dient nur stilistischen Zwecken: die Flamme der Liebe, ein Strom von Erinnerungen. Es gibt verschiedene Abarten der Ähnlichkeit, die die metaphorische Übertragung hervorrufen können:

Metaphorische Übertragung der Namensbezeichnung

a) Ähnlichkeit der Form: Nadelkopf, Landzunge, Flaschenhals, Bergrücken, Stuhlbein, Schlange in der Bedeutung „eine Reihe wartender Menschen“, Augapfel;

b) Ähnlichkeit der Charakterzüge oder des aussehen: ein schöner Mann – Apollo, eine schöne Frau – Venus, ein eifersüchtiger Mensch – Othello;

c) Ähnlichkeit eines inneren Merkmals, einer Eigenschaft: bittere Worte, suesser Ton, trockene Worte, harte Stimme;

d) Eine große Gruppe von Metaphern bildet die Übertragung vom Tier auf den Menschen: Hund „gemeiner Kerl“, Fuchs „listiger Mensch“, Esel „dummer Mensch“, Schwein „schmutziger Kerl“, büffeln, ochsen „strumpfsinnig lernen“;

e) Eine ganz besondere Art der Metapher ist die Personifizierung, die Übertragung der Eigenschaften eines Lebewesens auf Gegenstände oder Erscheinungen: der Wind erhebt sich, die Augen sprechen, die Jahre gehen, das Leben geht weiter;

f)Ähnlichkeit der Funktion: Fuß eines Berges, eines Gefaesses;

Unter Metonymie wird die Übertragung der Namensbezeichung von einem Gegenstand auf einen anderen auf Grund eines logischen Verhältnisses zwischen diesen Gegenständen verstanden.

Im Gegensatz zu der Metapher liegt hier keine Ähnlichkeit oder kein latenter Vergleich zugrunde. Das Wort Metonymie bezeichnet eigentlich „die Umbenennung“ (aus griech. meta – „ueber“ und onoma – „Name“).

Bestimmte räumliche, zeitliche, stoffliche, kausale und andere Verhältnisse liegen der metonymischen Übertragung zugrunde:

a) Die Namens Übertragung auf Grund der Beziehung zwischen dem Ganzen und dessen Teil – Synekdoche: er ist ein kluger Kopf statt kluger Mensch (der Teil für das Ganze), die ganze Welt klatschte Beifall (wird gemeint eine Gruppe von Menschen, in diesem Fall umgekehrt das Ganze vertritt den Teil);

b) Namens Übertragung vom Raum auf die sich dort befindlichen Menschen: Stadt anstatt Einwohner, Haus anstatt Bewohner, die ganze Schule anstatt Schüler, das Auditorium anstatt Zuhörer;

c) Namens Übertragung vom Behälter auf das, was sich darin befindet: Glas statt Bier, Flasche statt Wein, Tasse statt Tee, Kaffee;

d) Übertragung von der Benennung des Ortes auf das, was dort hergestellt wird: Havanna, Mokka, Champagner, Eau de Kolonne;

e) Übertragung vom Namen des Schöpfers auf sein Werk: Ohm, Guillotine, Röntgenstrahlen, Koch Stäbchen, Herz, Mackintosch;

h) Zeitliche Bedeutungsbeziehungen: Mittag „Essen, Mittagessen“, früher „Zeitpunkt, Tagesmitte“;



^ 15.

Phonostilistische Fragen.

Auch die Verwendung des Fragesatzes Ist stilistisch motiviert.

Der Kommunikationspartner wird dadurch aktiviert und in eine gewisse Antwortbereitschaft

Versetzt(переходит). Letzteres geschieht vor allem in den so genannten echten Fragesätzen:

1^ . Entscheidungsfrage(альтерн. вопро)

2. Ergänzungsfrage(дополн. вопрос)

In der Belletristik und im Journalismus tritt die Form der echten Frage nicht nur im Gespräch zwischen handelnden Personen auf, sondern die Antwort kann auch eine monologische sein, genau dann, wenn der Fragesteller (das lyrische Ich) die Frage selbst beantwortet, wie im "Erlkönig" von Goethe.

Stilistisch besonders relevant sind die so genannten scheinbaren (unechten) rhetorischen Fragen, die bereits eine implizit ausgedrückte Antwort enthalten. Rhetorische Fragen verleihen der Rede Lebendigkeit und eine bestimmte Konnotation wie z.B. Spott, Zweifel, Erstaunen oder Sicherheit. Eindringlich -mahnend klingt es beispielsweise in Brechts "Offener Brief an den Deutschen Bundestag".

- Gegen wen ist der dritte Weltkrieg geplant? Gegen Franzosen? Gegen Polen? Gegen Russen? Oder gegen Deutsche? [Bertolt Brecht aus]

Das Spannungsmoment, das in diesen Fragesätzen herrscht, ist von besonderem stilistischen Wert und Ausdruck (hier: Entlarvung).


^ 17.

Die Kategorie der Zeit. Verbale Zeiformen als Mittel der Rededarstellung.

Die Zeitformen werden absolut und relativ gebraucht. Beim "absoluten" Gebrauch bezieht sich der Vorgang auf eine der drei Zeitstufen, auf die Gegenwart, die Vergangenheit oder die Zukunft. Der "relative" Gebrauch der Zeitformen setzt (предполаг) das Vorhandensein (наличие) von mindestens zwei Vorgängen voraus: der eine Vorgang steht in einem bestimmten zeitlichen Verhältnis zu dem anderen. Die Zeitformen bezeichnen eine Handlung als vergangen, gegenwärtig oder zukünftig (absolute Bedeutung) und zugleich als gleichzeitig oder nichtgleichzeitig (relative Bedeutung).

"Das Präsens" bezeichnet in erster Linie einen Vorgang (процесс) in der Gegenwart.

"Das Präteritum (Imperfekt)" dient zur Wiedergabe von vergangenen Handlung, einem Bericht(сообщение) (die Hauptbedeutung).

"Das Perfekt" bezeichnet gleichfalls einen Vorgang in der Vergangenheit.

" Das Plusquamperfekt" bezeichnet einen Vorgang in der Vergangenheit und wird in der Regel relativ gebraucht.

Das Futur I bezeichnet eine zukünftige Handlung. Im relativen Gebrauch bezeichnet das Futur I die Gleichzeitigkeit.

Das Futur II bezeichnet gleichfalls eine zukünftige Handlung und wird relativ gebraucht.


^ 19.

Die Wortarten der Deutschen Sprache.

In der deutschen Sprache unterscheiden wir folgende Wortarten:

1) das Substantiv (Hauptwort, Dingwort); 2) das Adjektiv (Eigenschaftswort); 3) das Numerale (Zahlwort); 4) das Pronomen (Fürwort); 5) das Verb (Zeitwort, Tätigkeitswort); 6) das Adverb (Umstandswort); 7) das Modalwort; 8) die Präposition (Verhältniswort, Vorwort); 9) die Konjunktion (Bindewort); 10) die Partikel; 11) die Interjektion (Empfindungswort); 12) den Artikel (Geschlechtswort).




Nach dem Komplexen Prinzip unterscheidet man unter den Wortarten solche, die im Satz selbständig als Satzglieder auftreten (Substantiv, Adjektiv, Numerale, Pronomen, Verb, Modalwort), und solche, die im Satz die Funktion von Hilfswörtern haben (Präposition, Konjunktion, Partikel). Dementsprechend kann man alle Wortarten in zwei Gruppen einteilen: in Begriffswörter und in Hilfswörter.

Ob der Artikel eine Wortart darstellt oder nicht, darüber herrscht bei den Germanisten keine einheitliche Meinung. Die meisten deutschen Grammatiken sowie einige sowjetische Germanisten betrachten den Artikel als eine besondere Wortart. Der Artikel kann nur bedingt (условно) als Wortart bezeichnet werden, denn er hat keinen semantischen Inhalt und stellt keine Wortklasse (d. h. keine Gesamtheit von Wörtern) dar. Anderseits aber steht der Artikel seiner morphologischen und semantisch-syntaktischen Funktion nach den Hilfswörtern nahe. Eine Sonderstellung unter den Wortarten nimmt die Interjektion ein.

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